Wellness - Sauna & Infrarot

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, werden Wärme und Entspannung in den eigenen vier Wänden immer bedeutender. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Wellnessoasen und Saunalandschaften beliebter denn je. Mit der eigenen Sauna, Infrarotkabine oder dem Wellness-Bad können Sie den Wellness- und Erholungseffekt in Ihr Zuhause holen.


Sauna oder Infrarotkabine?

Die klassische Sauna und die Infrarotkabine lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen, denn größere Gemeinsamkeiten gibt es nur auf den ersten Blick. Beide arbeiten mit Wärme, um den Saunagänger ordentlich ins Schwitzen zu bringen und wirken sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Eine weitere Ähnlichkeit besteht in der Optik, denn die Kabinen sehen ähnlich aus, obwohl Infrarotkabinen für gewöhnlich etwas kleiner und kompakter sind.

Recht viel mehr haben die beiden Varianten nicht wirklich gemeinsam, denn sowohl die Funktionsweisen, die Temperaturen und auch die Saunabäder als solches gestalten sich unterschiedlich.

Sauna

Eine Alternative zu öffentlichen, oftmals überfüllten Saunen, ist eine private Wellness-Oase im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Sie gehört mittlerweile nicht mehr nur in den Keller, sondern wird auch immer öfter in den Wohnbereich integriert und als Luxusgut präsentiert. Im großen Badezimmer ist die Sauna genauso gut passend, wie auf dem Dachboden, in ungenutzten Wohnräumlichkeiten, im Wintergarten oder im Garten selbst. Hauptsache, Dusche und Bad sind schnell zu erreichen und eine entsprechende Ruhezone findet auch noch Platz. Die Sauna wird – wie sich in der Vergangenheit zeigte – durch die Integration in den Wohnraum weitaus öfters genutzt.

Merkmale der klassischen Sauna:

  • In der klassischen Sauna hält man sich 15 – 20 Minuten in der heißen, trockenen Luft bei 80 bis 95 Grad auf.
  • Das Saunabad beginnt mit einer ausgiebigen Dusche, danach folgt ein erster Saunagang, der üblicherweise zwischen acht und zwölf Minuten lang dauert. Im Anschluss an den ersten Saunagang findet eine Abkühlung an der frischen Luft, in einem Tauchbecken oder unter der kalten Dusche statt. Nach einer entspannenden Ruhephase wird das Prozedere zwei bis drei weitere Male wiederholt.
  • Der Saunaofen erhitzt die Raumluft und die Wärme wird anschließend über die Raumluft auf die Körperoberfläche übertragen. Die Wärme wird praktisch von außen in den Körper hineingedrückt, die Gefäße im Körper werden geweitet und die Durchblutung so gefördert.
  • Der Körper reagiert durch Schwitzen auf die heiße Umgebung. Im Anschluss duscht man kurz, um die Toxine zu entfernen, die über die Haut ausgeschwemmt wurden. Danach fühlt man sich rundum erfrischt. Aber auch müde und erschöpft.
  • Da die Wärme in der klassischen Sauna durch die Luft übertragen wird, kann der Saunagänger die Position einnehmen, die für ihn am angenehmsten ist. Die Luft erreicht den Saunagänger im Sitzen nämlich genauso wie im Liegen oder im Stehen.
  • Durch die für die klassische Sauna typischen Wechsel zwischen Erwärmung und Abkühlung werden das Herz-Kreislaufsystem und die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt.

 

Sauna Carat
Saunahaus Lenja

Infrarot

Weniger heiß als die Sauna und doch auch heiß geliebt: die Infrarotkabine. Die roten Wellen machen fit für den Alltag und die Freizeit. Im Vergleich zu einer Sauna ist eine Infrarotkabine nicht nur platzsparender, sondern vor allem wegen der niedrigeren Lufttemperaturen in jedem Raum aufstellbar. Nur eine gute Durchlüftung des Raumes ist ein Muss.

Merkmale der Infrarotsauna:

  • Die Infrarotsauna arbeitet mit Wärmestrahlen. Die Infrarotstrahlung ist der natürlichen Sonnenwärme nachempfunden und erwärmt unmittelbar die Stelle, auf die sie trifft.
  • Die Hitze in einer Infrarotsauna dringt tiefer in die Haut ein, ohne den Kreislauf belastenden oder auslaugenden Effekt einer herkömmlichen Sauna.
  • Die Temperaturen liegen zwischen 40 und 50 Grad und sind damit deutlich niedriger.
  • In der Infrarotsauna wird also nicht die Raumluft erwärmt, sondern die Infrarotstrahlung erwärmt den Körper direkt, indem sie in den Körper eindringt und ihn letztlich von innen heraus erwärmt. Man spricht auch von einem Tiefenwärme-Effekt.
  • In unserem Körper gibt es Strukturen, die Infrarotstrahlung besonders gut absorbieren. Es kommt also zu einer sehr wirkungsvollen, intramuskulären Durchblutungssteigerung, die dann über den Kreislauf im gesamten Körper verteilt wird.
  • In der Infrarotsauna können die Strahlen nur dann optimal ihre Wirkung entfalten, wenn sie unmittelbar auf den Körper treffen. Daher erfolgt die Wärmebehandlung in aller Regel im Sitzen und mit möglichst geringem Abstand zu den Strahlern.
  • Auch der Gang in die Infrarotkabine beginnt mit einer ausgiebigen Dusche. Danach findet allerdings nur ein Saunagang statt, der üblicherweise eine halbe Stunde lang dauert.
  • Nach der Wärmebehandlung folgt keine Abkühlung, sondern eine Ruhephase in angenehm warmer Umgebung. Beendet wird der Infrarotsaunagang durch eine erneute warme Dusche.
  • Die tiefenwirksame Wärme fördert einerseits die Schweißproduktion und kurbelt andererseits die Durchblutung an. Verspannungen lösen sich, der Kreislauf und der Stoffwechsel werden stimuliert und der Körper kann Schlacken und Giftstoffe abtransportieren.

 

Infrarotkabine Luna

Was ist besser – die klassische Sauna oder die Infrarotsauna?

Sowohl die klassische Sauna als auch die Infrarotsauna haben ihre Vor- und ihre Nachteile, so dass sich pauschal nicht sagen lässt, welche Saunavariante besser ist. Für diejenigen, die das klassische Saunaerlebnis schätzen, die Hitze gut vertragen und weder auf die Aufgüsse noch auf die Geselligkeit verzichten möchten, wird die Infrarotsauna vermutlich keine Alternative sein.

Diejenigen, die die Hitze in der klassischen Sauna weniger gut vertragen, die klassische Sauna aus gesundheitlichen Gründen nicht nutzen können oder gezielt bestimmte Körperregionen mit Wärme behandeln möchten, werden in der Infrarotsauna möglicherweise eine ideale Lösung finden. Eine Rolle spielt außerdem auch, welche Absichten mit dem Saunabad verfolgt werden.

Die klassische Sauna eignet sich hervorragend, um die Abwehrkräfte zu stärken und beispielsweise Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Die Stärken der Infrarotsauna hingegen liegen darin, dass akute Beschwerden wie Verspannungen, Entzündungen und Verletzungen gezielt mit Wärme behandelt werden können und die Infrarotsauna darüber hinaus eine belebende Wirkung hat.